• Beitrags-Kategorie:Ernährung
  • Beitrag zuletzt geändert am:August 9, 2020
  • Lesedauer:5 min Lesezeit

Zusammengefasst:
Leinsamenmehl ist eine gesunde, kohlenhydratarme und leckere Alternative zu schwer verdaulichem Weizenmehl. Das Mehl ist reich an Proteinen, Omega 3- und Omega 6 Fettsäuren und sättigenden Ballaststoffen. Neben dem Backen, kann Leinsamenmehl auch für eine Darmreinigung eingesetzt werden.

Erfahre in diesem Artikel was Leinsamenmehl ist, wofür Du es verwenden kannst und warum es nicht in Deiner Küche fehlen sollte.

Was ist Leinsamenmehl?

Leinsamenmehl besteht aus ungerösteten Leinsamen, die je nach Herstellung grob oder fein gemahlen werden. Das besondere an diesem Low-Carb-Mehl?

Die Leinsamen haben viele gesundheitsfördernde Eigenschaften. Unter anderem regen die Samen durch die enthaltenen Schleimstoffe die Verdauung an und wirken wie ein Quellmittel im Darm.

Außerdem: Leinsamen sind nicht nur gesund, sondern auch kohlenhydratarm und gleichzeitig reich an Ballaststoffen.

Somit ist Leinsamenmehl ideal für leichte Backrezepte, sowie für Abnehmwillige geeignet.

Vorteile und Wirkungen von Leinsamen

Leinsamen haben viele positive Wirkungen auf unsere Gesundheit – besonders im Darmbereich. Die wichtigsten Wirkungen und Vorteile im Überblick:

  • Gut für die Verdauung: Leinsamen regen die Darmbewegung und somit die Verdauung an.
  • Gesunde Fette: Das Naturprodukt enthält gesunde Omega 3- und Omega 6 Fettsäuren.
  • Gegen Magenbeschwerden: Leinsamen werden auch zur Behandlung von Magen-Reizungen eingesetzt.
  • Unterstützung beim Abnehmen: Die Samen enthalten viele Ballaststoffe, sättigen langanhaltend und unterstützen Dich so beim Abnehmen.
  • Blut und Cholesterin: Der Verzehr soll weiterhin die Blutzucker- und Cholesterinwerte verbessern.
  • Viele Proteine: Leinsamen sind eine echte Eiweißbombe, mit denen Du Deinen Eiweißbedarf vegan decken kannst.

Leinsamenmehl vs. Weizenmehl

Die vielen Vorteile der Leinsamen machen deutlich, warum auch das Mehl aus diesem Produkt so gesund ist.

Besonders wenn Du abnehmen willst, trotzdem aber leckere Rezepte nachbacken willst, ist die Verwendung von Leinsamenmehl sehr empfehlenswert.

Doch wie genau schneidet das Mehl im Gegensatz zu herkömmlichem Weizenmehl ab? Wir haben die Nährwerte beider Produkte verglichen:

Leinsamenmehl pro 100 GrammWeizenmehl pro 100 Gramm
331 Kalorien339 Kalorien
12,5 Gramm Fett2,5 Gramm Fett
davon 8,4 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6)davon 1 Gramm mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega 3 und Omega 6)
6 Gramm Kohlenhydrate71 Gramm Kohlenhydrate
davon 3 Gramm Zuckerdavon 0,4 Gramm Zucker
28,2 Gramm Eiweiß14 Gramm Eiweiß
40,8 Gramm Ballaststoffe2,8 Gramm Ballaststoffe

Wie Du siehst, besticht das Leinsamenöl besonders durch die deutlich höhere Menge an Proteinen und Ballaststoffen, die gerade in einer Diät sehr wichtig sind.

Proteine kurbeln nicht nur den Stoffwechsel an, sondern ermöglichen weiterhin, wie auch Ballaststoffe, eine lange und schnell einsetzende Sättigung.

Anwendung von Leinsamenmehl

Leinsamenmehl ist also eine tolle und gesunde Alternative zu schwerem Weizenmehl und eignet sich für viele verschiedene Rezepte.

Du kannst das Mehl unter anderem für folgende Bereiche nutzen:

  • Backen von Brötchen, Broten oder Kuchen im Low-Carb-Stil
  • Auch zum Binden von Soßen geeignet
  • Einen Teelöffel Leinsamenöl mit einem Glas Wasser vermischen und trinken » dient der Magenreinigung
  • Beigabe in Smoothies als Superfood zum Abnehmen
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Bei der Verwendung von Leinsamenmehl ist Deine Kreativität gefragt, doch die Einsatzmöglichkeiten des Super-Mehls sind schier unendlich.

Sieh' dir das mal an!

Letztes Update am April 20, 2021 1:01 am

Unser Lieblings-Rezept: Brot aus Leinsamenmehl

Leckeres Low-Carb-Brot auf der Basis von Leinsamenmehl gesucht? Wir haben das passende Rezept für dich, welches nicht nur richtig lecker schmeckt, sondern auch noch deutlich bessere Nährwerte hat, als herkömmliche Brote.

Diese Zutaten benötigst Du dafür:

  • 250 g Quark
  • 30 g Eiweißpulver (optional – für die Fitnessgurus unter uns)
  • 20 g Weizenkleie
  • 20 g Leinsamenmehl
  • 30 g Leinsamen
  • 40 g Kürbiskerne
  • 2 Bio-Eier
  • 8 g Backpulver
  • jeweils 1 Tl Salz, Ingwer, Muskat und Kümmel

Jetzt einfach alle Zutaten zusammenkneten, 20-30 Minuten stehenlassen und anschließend für 40 Minuten bei 180 Grad backen – guten Appetit!

Darmreinigung mit Leinsamenmehl

Ein weiteres Einsatzgebiet von Leinsamenmehl: Die Darmreinigung.

Besoders bei Verdauungsbeschwerden, häufigen Antibiotika-Therapien oder ständiger Müdigkeit kann eine Darmreinigung wahre Wunder bewirken.

Auch wenn Du Abnehmen möchtest, ist die Darmreinigung mit Leinsamenmehl eine sinnvolle Methode, um den Körper von Rückständen ungesunder Ernährung zu befreien und in einen gesünderen Lebensstil einzusteigen.

So funktioniert die Darmreinigung mit Leinsamenmehl: 
Kombiniere Deine Darmreinigungskur zusammen mit Kefir, welcher gesunde Bakterienkulturen enthält und die Darmflora ins Gleichgewicht bringt.

1. Woche: 1 Esslöffel Leinsamenmehl mit 100 ml Kefir
2. Woche: 2 Esslöffel Leinsamenmehl mit 100 ml Kefir
3. Woche: 3 Esslöffel Leinsamenmehl mit 100 ml Kefir

Diese Mischung solltest Du jeden morgen einnehmen. Zusätzlich solltest Du in dieser Zeit gesunde und vermehrt pflanzliche Nahrung zu Dir nehmen, wie zum Beispiel:

  • Rohkost
  • Vollkornprodukte
  • Obst
  • Nüsse
  • Hülsenfrüchte

Leinsamenmehl FAQ

Wo kann ich Leinsamenmehl kaufen?

Du kannst das Mehl in einem gut sortierten Supermarkt, in Biomärkten sowie im Internet kaufen. Wir empfehlen das Goldleinsamenmehl von Borchers, das durch gute Bewertungen überzeugt und zu 100% Bio-Qualität aufweist.

Warum ist das Mehl gesund?

Leinsamenmehl regt die Verdauung an, enthält gesunde Omega 3- und Omega 6 Fettsäuren, sättigende Ballaststoffe sowie viele Proteine.

Sollte das Leinsamenmehl entölt sein? 

Entöltes Leinsamenmehl hat weniger Kalorien und nur rund halb so viel Fett – allerdings auch weniger Nährstoffe. Ob Dein Leinsamenmehl also entölt sein sollte oder nicht, kommt auf Deine persönlichen Prioritäten an.

Kann ich Leinsamenmehl auch selber machen?

Du kannst Deine Leinsamen auch in einer Küchenmaschine oder einer guten Kaffeemühle selbst zu Leinsamenmehl verarbeiten.

Fazit

Leinsamenmehl ist eine tolle Alternative zu herkömmlichem Mehl und wird von uns nicht umsonst als Superfood eingestuft.

Die vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften, besonders für einen gesunden Darm, machen das Mehl so wertvoll und besonders.

Suchst Du ein Mehl, das gesünder ist als Weizenmehl und Dich nebenbei noch beim Abnehmen unterstützt, bist Du mit Leinsamenmehl bestens bedient.

Quellen:
Apotheken-Umschau.de
NDR.de

Sebastian

Sebastian ist Sportwissenschaftlicher (M.A.), Fitness-Fanatiker und Intervallfasten-Enthusiast! Seit rund 10 Jahren beschäftigt er sich mit Training und Ernährung und seit mehr als 5 Jahren betreibt er Intervallfasten. Im Jahr 2018 veröffentlichte er das beliebte E-Book "Besser leben dank Intervallfasten".

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